“FURZTROCKEN” ZU MEHR TEXTKOMPETENZ?

Kürzlich ist mir in der Schreibberatung passiert, was meiner bisherigen Erfahrung nach eher selten vorkommt: Eine Ratsuchende (RS) wünschte sich bereits im Erstgespräch “furztrockene Grammatik” (sic.); ich fragte nach und so zeigte sich, dass die RS tatsächlich der Meinung war, in der Schreibberatung könne ich ruhig mal ein paar Konstituentenanalysen mit ihr durchexerzieren. Der Schalk in meinem Nacken rieb sich seine feuchten Händchen, denn schließlich ist es derzeit Teil meiner Aufgabe, mir über die konstruktive Begleitung Schreibender mit Deutsch als Zweitsprache Gedanken zu machen und da kam es sehr zupass, dass die RS von ihrem mehrsprachigen Hintergrund berichtete, von mehreren Jahren im Ausland, die dazu geführt haben, dass in ihrem Kopf Sprachsysteme verschwömmen etc. pp. – nicht unspannende Gemengelage also. Wir vereinbarten am Ende des Erstgespräches, dass sie mir vorab einen Textauszug und ein konkretes, darauf bezogenes Beratungsanliegen senden würde, während ich für die nächste Beratung wunschgemäß trockene Grammatikpupse für sie vorbereiten würde. „“FURZTROCKEN” ZU MEHR TEXTKOMPETENZ?“ weiterlesen