Mehrsprachige Studierende beraten

Im September 2016 hielt ich die Keynote auf der SPTK in Freiburg und teilte als Ergänzung zu meinem Vortrag eine Handreichung aus. Der Text richtet sich an (werdende) Peer Tutoren für wissenschaftliches Schreiben und soll dazu anregen, den speziellen Kontext zu durchdenken, in dem die Beratung mehrsprachiger Studierender stattfindet. Das Dokument kommt im Schreibzentrum der Goethe-Universität im Rahmen der Schreibberatungsausbildung zum Einsatz und soll künftig durch Beiträge von Peer Tutoren bereichtert und fortlaufend ergänzt werden. Sollte das Dokument auch andernorts Diskussionen über das Themenfeld provozieren, wäre ich für Rückmeldung dankbar. „Mehrsprachige Studierende beraten“ weiterlesen

“Muss es unbedingt ein Schreibjournal sein?”

In dieser Woche startete ich mit der “moderierten Schreibgruppe Abschlussarbeiten” ins Sommersemester. Auch diesmal sind wieder gut 30 Studierende in der Studienabschlussphase dabei. In diesem Beitrag möchte ich auf eine Frage eingehen, die mir in der ersten Sitzung angetragen wurde – es geht um das Führen eines Schreibjournals. „“Muss es unbedingt ein Schreibjournal sein?”“ weiterlesen

“FURZTROCKEN” ZU MEHR TEXTKOMPETENZ?

Kürzlich ist mir in der Schreibberatung passiert, was meiner bisherigen Erfahrung nach eher selten vorkommt: Eine Ratsuchende (RS) wünschte sich bereits im Erstgespräch “furztrockene Grammatik” (sic.); ich fragte nach und so zeigte sich, dass die RS tatsächlich der Meinung war, in der Schreibberatung könne ich ruhig mal ein paar Konstituentenanalysen mit ihr durchexerzieren. Der Schalk in meinem Nacken rieb sich seine feuchten Händchen, denn schließlich ist es derzeit Teil meiner Aufgabe, mir über die konstruktive Begleitung Schreibender mit Deutsch als Zweitsprache Gedanken zu machen und da kam es sehr zupass, dass die RS von ihrem mehrsprachigen Hintergrund berichtete, von mehreren Jahren im Ausland, die dazu geführt haben, dass in ihrem Kopf Sprachsysteme verschwömmen etc. pp. – nicht unspannende Gemengelage also. Wir vereinbarten am Ende des Erstgespräches, dass sie mir vorab einen Textauszug und ein konkretes, darauf bezogenes Beratungsanliegen senden würde, während ich für die nächste Beratung wunschgemäß trockene Grammatikpupse für sie vorbereiten würde. „“FURZTROCKEN” ZU MEHR TEXTKOMPETENZ?“ weiterlesen

WANTED: HASHTAGS FÜR DIE SCHREIBDIDAKTIK

IST-ZUSTAND

Es bewegt sich was auf Twitter. Hashtags scheinen langsam bei Peer Tutoren anzukommen, es tauchen immer wieder mal neue auf. Manche Hashs sind dabei ziemlich geradlinig und müssen nicht groß diskutiert oder lange gesucht werden. Andere reflektieren das Problem der Bilingualität im Sprachpaar Deutsch-Englisch, wieder andere haben ein Frequenzproblem (m.E., weil sie sich auf geographische Orte beziehen) und dann gibt es schließlich noch jene Hashtags, die ganz fehlen. (Schnelle Leser springen gleich zum Fazit, wo ich die hier genannten Kategorien einzeln aufgreife.)

hashwanted „WANTED: HASHTAGS FÜR DIE SCHREIBDIDAKTIK“ weiterlesen

AUTOMATISCHES BEWERTEN VON STUDIERENDENTEXTEN – ROBOGRADING?

An diesem Wochenende habe ich mich mit der Diskussion um das automatische Bewerten der Texte Studierender auseinandergesetzt – dem Robograding. Ganz aktuell bin ich damit nicht, hat die Auseinandersetzung mit diesem Thema doch bereits vor einem Jahr verstärkt stattgefunden, v.a. im Kontext von MOOCs, wie Coursera und edX sie anbieten. Abgefrühstückt ist die Sache jedoch noch nicht, insbesondere nicht im deutschsprachigen Raum. Hier stehen Stellungnahmen insbesondere der Schreibdidaktik noch aus. „AUTOMATISCHES BEWERTEN VON STUDIERENDENTEXTEN – ROBOGRADING?“ weiterlesen

Ist Peer Tutoring moralisch vertretbar?

Also eigentlich sollte ich meine Dissertation schreiben, statt dessen lese ich weiter Artikel und Bücher, die irgendwie mit meinem Thema zu tun haben und irgendwie auch wieder nicht; die Zeit verstreicht, der Text liegt bracht – hier jammert ein puzzelndes Eichhörnchen! Doch darum soll es an dieser Stelle nicht gehen, denn ich will lieber auf einen Text hinweisen, den ich bei meiner lesenden Prokrastination gefunden habe und den ich euch doch sehr ans Herz legen möchte, da er einige Interessante Fragen aufwirft. „Ist Peer Tutoring moralisch vertretbar?“ weiterlesen

NOTIZEN MACHEN NACH DEM CORNELL-SYSTEM

In der vergangenen Woche bin ich mal wieder über Cornell-Notizen gestolpert. Nachdem ich einen Beitrag dazu auf G+ gepostet hatte, wurde mir im Zuge der Kommentare, eines Re-Posts von +Justin Schwamm sowie eines Blogeintrages von demselben klar, dass Cornell ein gutes Beispiel dafür ist, dass man von Erfahrungen aus dem anglo-amerikanischen Kontext nicht direkt auf hierzulande schließen kann. Justin legt dar, dass in Amerika Cornell für manch Studierende schon ein rotes Tuch ist – nicht etwa aufgrund irgendwelcher Schwächen der Methode an sich, sonder aufgrund dessen, was in Bildungsinstitutionen daraus gemacht wird: ein Selbstzweck und wenig überraschend wieder mal ein solcher, der sich leicht für Bewertungszwecke missbrauchen lässt. Das gab mir diese Woche doch zu denken, es hinderte mich jedoch nicht daran, das Thema in gewohnt stümperhafter Manier als Video zu verbraten:

https://www.youtube.com/watch?v=qZVC2OhWW7Y

Resisting distractions with binaural beats

We all know it’s not always easy to resist the distractions and sidetracks the virtual world provides. I lately came across this posting that offers “7 tips and tools to curb online distractions”. It mainly points to the need of finding find ways to focus – e.g. by getting rid of that fancy notion of “multitasking” and giving time management some thought when it comes to using digital media during your working day. Cirillo’s widely known Pomodoro Technique, which chops a loooong day of work up (ha-harrr – take that, Monday!) into handy 25-minute intervalls is just one example. „Resisting distractions with binaural beats“ weiterlesen