Good guy Greg?

In den bisherigen Beiträgen ging es hier immer wieder um Einflussnahme. Annahme war dabei: Kollaboration, “partizipative Bliblablubbentwicklung” und dergleichen gelten heute als Schlüssel für den Erfolg von Organisationen und Kollaboration und Einflussnahme gehören dabei irgendwie zusammen; auch in einer Studie der London School of Economics schält sich der Faktor “Einfluss auf die Arbeit” als entscheidend für die Arbeitszfriedenheit heraus. Auf der einen Seite sollen Organisationen Arbeit verrichten, auf der anderen müssen dazu alle Beteiligten auch mit den Nasen klar kommen, die einem zu diesem Zweck vorgesetzt werden. Muss man nun, damit es mit der Kollaboration klappt, im Sandkasten immer artig sein? Eher nicht. Su & Wilkins (2013) mahnen, sich von anderen nicht als beliebig verschiebbarer Schwächling behandeln zu lassen. „Good guy Greg?“ weiterlesen

Einfluss

Wer das Verhalten bestimmter Kollegen einmal bewusst mit etwas Abstand betrachtet und sich fragt, wie es diesen Personen gelingt (oder nicht gelingt) andere zu beeinflussen, wird angelegentlich feststellen, dass manche immer die gleichen Strategien anwenden, um Einfluss auszuüben, während andere Strategien situativ einsetzen. Wie schon in anderen Einträgen angesprochen, lohnt sich auch beim Thema Einfluss der Blick auf das kommunikative Gegenüber. Wer im Gespräch mit anderen nur die eigene Agenda voranzutreiben bestrebt ist – sei es nun explizit oder unter irgendeinem Deckmäntelchen – mag kurzfristig eigene Ziele erreichen, könnte aber langfristig seinem Ruf und seinen Beziehungen schaden – und nicht zuletzt auch der Organisation. Man läuft Gefahr, eine Atmosphäre des Misstrauens zu schaffen, in der einem niemand mehr zuhört und Gelegenheiten für Fortschritte und Innovation brach liegen bleiben. „Einfluss“ weiterlesen

In den Schuhen anderer wandern

Für ihr Buch “Real Influence: Persuade Without Pushing and Gain Without Giving In” haben Goulston & Ullmen über 100 Beeinflusser in verschiedenen Geschäftszweigen und Organisationen befragt. Nach Auswertung ihrer Daten kommen sie zu dem Schluss, dass die einflussreichsten Menschen echten Rückhalt und das Commitment ihrer Partner suchen, statt bloß oberflächlicher Zustimmung oder Überredung. „In den Schuhen anderer wandern“ weiterlesen