Traditionelle vs partizipative Leitung

Arbeitsumwelten verändern sich und Organisationen erproben verschiedene Herangehensweisen an neue Herausforderungen. In der Industrie soll dabei etwa Produktivität erhöht und Wachstum geschaffen werden, man will neue Märkte erschließen oder Kosten senken; in der Hochschule, wo ich derzeit beschäftigt bin, geht es um Themen wie die sinnvolle Gestaltung der Studieneingangsphase, den Umgang mit Diversität, die Senkung der Studienabbruchquote, um die Gestaltung von Lernen und Lehre, um Prüfungen. Ob in Industrie oder Hochschule: ein klassisches top-down Management entwickelt sich zunehmend in Richtung kooperativer Ansätze, die Mitarbeitern mehr Verantwortung übertragen und die Unterschiede zwischen Personal mit Leitungsaufgaben und Mitarbeitern weniger scharf konturieren.

Dass Organisationen zunehmend auf offene Innovationskultur setzen, verändert auch Führungsstile. „Traditionelle vs partizipative Leitung“ weiterlesen

the article – ein studentisches Blogprojekt für die Kunstgeschichte

Kürzlich habe ich den bereits etwas älteren Blogeintrag “Studentisches Publizieren – der erste zitierfähige Beitrag” von @GeWirtschaft gefunden, in dem die Autorin einige Publikationsorgane vorstellt, die Studierenden die Veröffentlichung gelungener Hausarbeiten als erste eigene Beiträge ermöglichen. Die Autorin nennt sieben Magazine, Zeitschriften und Journale und darunter eine Reihe. „the article – ein studentisches Blogprojekt für die Kunstgeschichte“ weiterlesen

(Noch) Mehr gewuppt bekommen?

Mal ehrlich: wir alle sind schon einmal in Arbeit nachgerade ertrunken und haben dabei den Überblick über die Aufgaben verloren, die gerade um unsere Aufmerksamkeit buhlten. Und viele von uns wissen: je länger dieser Zustand anhält, desto schwieriger ist ihm beizukommen.

Als in erster Linie an Personen orientierter Charakter bekenne ich mich solcher lapsus (jawohl – mit langem U, bitte)  wohl in besonderem Maße schuldig. Aufgabenorientierten Personen fällt es sicher leichter, Aufgaben zu erledigen und bestimmte Zielvorgaben einzuhalten. Doch unmöglich ist das auch für personzentrierte Individuen nicht, wie ich inzwischen weiß. Denn: über die Jahre habe ich einige Strategien von den Checklisten-Freaks um mich herum abgeschaut, die helfen, Aufgaben effektiv zu erreichen und (selbst- und fremdgesteckte) Ziele zu erreichen. Mit folgenden fünf einfachen Strategien lässt sich mehr erreichen: „(Noch) Mehr gewuppt bekommen?“ weiterlesen

Leiten im digitalen Zeitalter?

Kürzlich ist ein neues Projekt auf meinem Radar aufgetaucht. Ich werde bestimmt an anderer Stelle ausführlicher darüber berichten – für diesen Post genügt es zu sagen: es handelt sich um ein von Studierenden initiiertes Projekt, das auch gegen institutionelle Widerstände realisiert wird. Nach einer Besprechung mit den Projektverantwortlichen dachte ich erneut an meine systemische Weiterbildung und das, was ich in den vergangenen zwei Jahren über systemische Organisationsentwicklung und -Personalführung gelernt habe. Je mehr Projekte und Leitende ich erlebe, desto mehr wächst meine Überzeugung: das “digitale Zeitalter” verlangt nach einer neuen Art Leitung und Führung, denn der digitale Wandel hat die Art, wie wir mit unseren Zielgruppen, Kollegen und Freunden kommunizieren, von Grund auf verändert.  „Leiten im digitalen Zeitalter?“ weiterlesen

Storytelling

Auch in diesem Jahr hatte ich wieder viel Gelegenheit, mich mit dem Schreiben theoretisch und praktisch auseinanderzusetzen; außerdem boten mir die vergangenen Monate hinreichend Möglichkeiten (oder: “drängten mir Möglichkeiten auf”), Führungsverhalten in Organisationen zu beobachten. Ein Trend, der beides miteinander zu verbinden vermag, ist Storytelling.

“Wisdom in the Age of Information and the Importance of Storytelling” by Maria Popva, CC-BY, https://www.brainpickings.org/2014/09/09/wisdom-in-the-age-of-information/

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Grammatik ohne “Grrr!”

In der vergangenen Woche sprach ich in einem Lehrlabor mit einem Kollegen aus der Romanistik über das Thema “Sprache ansprechen? Grammatik in der Lehre”. In meinem Teil bezog ich mich v.a. auf eine Quelle von Nowacek auf der WAC-Seite der University of Wisconsin. Ich halte den Input aus dem Lehrlabor in diesem Eintrag fest. Der Text betrachtet Fehler in studentischen Texten zunächst im Kontext, geht dann auf mögliche Fehlerursachen ein und gibt schließlich einige Anregungen, dem Phänomen in der Lehre konstruktiv zu begegnen.

Quelle: Flickr, meghan dougherty, CC-BY-SA, https://flic.kr/p/biBDM 

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#gefsus: SIG PT (re)formiert sich

Bei der #gefsus Mitgliederversammlung in Coburg war es vor drei Wochen gelungen, genug junges Blut für die SIG PT zu rekrutieren, um eine Wiederbelebung zu versuchen. Rückblickend erachte ich meine gelegentlichen Aktivitäten mit @leonardod_ffm, @dennisfassing, @oezlemi_1989 und einigen anderen dann doch auch mal als eine Frühform der SIG PT, nur ohne die institutionelle Adelung, die diese Arbeitsgruppe inzwischen erfahren könnte. Leo war mir mit dieser Ansicht einen Schritt voraus. Doch ich will hier nicht in Vergangenheit schwelgen (vorwärts immer…), sondern fix ein paar neue Fakten festhalten. „#gefsus: SIG PT (re)formiert sich“ weiterlesen

A PhD writing workshop for natural sciences

Usually, my workshops and consultations cater for the Humanities. Recently, I had a chance to see how an audience exclusively from the natural sciences would take to composition: In a workshop titled “How to write a PhD in Soft Matter Science”, I met an international group of 21 PhD students and gave it a go. „A PhD writing workshop for natural sciences“ weiterlesen

#neuland ist oft nebenan

Kürzlich haben @sdreyfrst und ich unter dem Titel “Gute Gutachten” einen Workshop für die Arbeitsstelle Diagnostik und Evaluation der Goethe Uni durchgeführt. Die Beschäftigten der Arbeitsstelle werden von Gerichten v.a. in Sorgerechtsfragen hinzugezogen, sie sprechen mit Menschen, gehen in Familien rein und halten ihre Beobachtungen sowie ihre Expertise in Gutachten fest, die dann an Familienrichterinnen gehen und auch von Anwälten, Verfahrensbeiständen und Eltern gelesen werden. Hauptadressaten sind Richterinnen. Die Gutachten haben für das Leben der Begutachteten meist eine signifikante Tragweite, geht es doch um Fragen wie den Verbleib von Kindern in Familien. „#neuland ist oft nebenan“ weiterlesen